Brøndby
von @Christian

Im Jahr 1964 beschloss die Gemeinde Brøndby, Flächen für Kleingärten auszuweisen. Mit der Planung wurde der Gartenarchitekt Erik Mygind von der Universität Kopenhagen beauftragt, der ein außergewöhnliches Konzept entwickelte: Zwei Kleingartenanlagen wurden in kreisförmigen Rotunden angelegt, deren Hecken zur Mitte hin stufenweise niedriger werden. Inspiriert wurde dieses Design von den historischen Rundlingsdörfern, in denen sich die Bewohner am zentralen Dorfbrunnen trafen, um Neuigkeiten auszutauschen und das Gemeinschaftsleben zu pflegen. Die Hecken sind am äußeren Rand etwa 1,80 Meter hoch und nehmen zur Mitte hin auf rund 80 Zentimeter ab. Dadurch erhalten die Gärten im Zentrum ausreichend Sonnenlicht. Über Zufahrtsstraßen mit Parkplätzen gelangen die Gartenbesitzer in die Mitte der Rotunden, von wo aus die einzelnen Parzellen bequem erreichbar sind. Die beiden Rotunden umfassen insgesamt 284 Kleingärten, die sich auf die zwölf kreisförmigen Anlagen verteilen. Die Grundstücke sind wie Tortenstücke angeordnet und verleihen der Anlage ihr markantes Erscheinungsbild. Jede Rotunde besteht aus 24 Parzellen mit einer Fläche von jeweils rund 400 Quadratmetern. Auf jedem Grundstück darf ein Gartenhaus mit einer maximalen Grundfläche von 50 Quadratmetern errichtet werden. Die Häuser sind an die Strom- und Wasserversorgung angeschlossen und verfügen über eine Toilette. Eigentümer einer Parzelle können ausschließlich Personen werden, die ihren Wohnsitz im Umkreis von 20 Kilometern um die Anlage haben.
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